Künstlerisches und handwerkliches Arbeiten bildete in meinem Leben immer schon den Schwerpunkt meines Tuns.


1982 kam ich durch einen vom Sperrmüll aufgegriffenen zierlichen Nußbaumstuhl im Biedermeierstil mit geflochtener, aber kaputter Sitzfläche zur Flechterei. Hierin fand ich schließlich meine erfüllende Aufgabe.


Anfangs arbeitete ich ausschließlich mit Rattan-Flechtrohrschienen im typischen Wiener- oder Achteckmuster; später lernte ich immer mehr andere Flechtweisen kennen, die mich in ihren ganz unterschiedlichen optischen Wirkungsweisen und Einsatzbereichen faszinierten. Anleitung und so manche praktische Hilfestellung erhielt ich über die Jahre von verschiedenen Korbflechtern. Darüber hinaus begleitete wertvolle Fachliteratur meinen Prozess des "learning-by-doing".

Im Laufe der Zeit erweiterte ich meine Arbeiten auch auf Schnurgeflechte, die ebenfalls eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten. Parallel dazu entdeckte ich nun auch immer vielfältigere Verwendungsmöglichkeiten für Geflechte. Sie waren nun nicht mehr nur auf Sitzmöbel beschränkt, sondern ließen sich auch in einer breiten Palette z.B. in Tischablageböden, Tischplatten (unter Glas!), als Füllungen von Bettgestellen oder Schranktüren, in Heizungsverkleidungen, Paravents u.v.m. verwirklichen.


Je nach Zweck sowie der Wahl des zu verwendenden Flechtmaterials erhalten auch neu angefertigte und moderne Möbel entweder einen archaisch erdenden Ausdruck oder vermitteln das Gefühl graziler Leichtigkeit.

Ich möchte mit meiner Arbeit die Fantasie zu neuen Kreationen anregen, respektive auch zur Erhaltung von alt-handwerklichem Mobiliar als Kulturgut aus vergangenen Generationen beitragen.